Aktuell  


Liebe Groenibell's,

Am Ostermorgen um kurz nach 5 Uhr ist meine große Kämpferin eingeschlafen,
unsere kleine Grimba ist 3 Tage vor ihrem 15. Geburtstag gestorben.

Noch bin ich nicht traurig, nur dankbar. Dankbar für die Zeit mit ihr und dankbar dafür, wir die letzten Stunden gemeinsam verbringen durften. Und dankbar dafür, dass Grimba keine Schmerzen in dem Sinn erleiden musste. Sie lag ruhig, nur ihr Atem ging, ihr Herzchen pumpte. Ich glaube, sie war froh, dass sie mich neben sich fühlte. Vor dem Tod konnte ich sie leider nicht bewahren, doch konnte ich ihr den Weg in eine sterile unpersönliche Klinik ersparen. Sie starb dort wo sie am liebsten war, bei ihrer Familie.

Wie viele Hundekilometer haben diese kleinen Pfoten hinter sich gebracht, wie viele Stunden hat sie über ihre Kinder gewacht, auf ihr Frauchen aufgepasst. Und als dieses nicht mehr wiederkehrte, behütete sie mich. Wie oft in den letzten Jahren musste sie warten, mal Stunden, mal Tage und mitunter Wochen. Unentwegt, geduldig und überzeugt, dass ich wiederkomme.

Wie gnädig war sie zu ihren Töchtern, die erst ihren Posten hier im Haus beanspruchten, dann sich gegenseitig beharkten. Allen war sie gut, vorwitzig und klug, wenn erforderlich, einfühlsam und sanft in ihrem Wesen. Ihre Großmutter war stets streng zu ihren Kindern, sie dagegen sanft und fürsorglich, niemals egoistisch. Sie war so eine große Seele!

Es bleibt mir eine Leere, sie hat ein großes Stück von mir mitgenommen.

Unsere Grimba hatte vor gut 6 Wochen einen Schlaganfall. Einzig dem Alter geschuldet. Nach diesem Ereignis erhielt sie durchblutungsfördernde Spritzen und aufbauende Medikamente aus der homöopathischen Apotheke unserer fürsorglichen Tierärztin.

Wir schonten unser altes Mädchen, gingen mit ihr kleine Wege, die ihre Neugier anspornen, gleichzeitig ihre altersbedingt stark zurückgegangene Muskulatur wenigstens einigermaßen aufrechterhalten sollten. Wir waren auf dem Weg der Besserung! Die Schiefhaltung des Kopfes ließ mehr und mehr nach, die Agilität nahm zu und auch ihr Appetit war ihrem Alter wieder angemessen.

All dies nährte unsere Hoffnung, dass Grimba sich ein weiteres Jahr bei uns wohlfühlen könnte. Bis Gründonnerstag. Am Tag war sie ein wenig langsam, langsamer noch als sonst. Sie rührte ihr Futter nicht an und nach einem tiefen Schlaf am frühen Abend begann erneut die Orientierung nach rechts, ein weiterer Hirnschlag. Wir gaben ihr eine weitere Durchblutungsspritze, ihr Zustand besserte sich. Bis Sonntagabend.

Kleine Grimba, Dank‘ dir für die Zeit mit dir,
für deine Kinder und für die übergroße Seele,
die du in unserem Haus verströmt hast.





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